Mis-en-Place

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

“Mis-en-Place“ kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „ Alles am Platz“ oder „an den richtigen Platz gestellt“. Es bezeichnet die Vorbereitung und die Organisation des Kochens.

Jeder von Euch kennt es. Nach dem Kochen sieht die Küche aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Töpfe türmen sich in der Spüle, zwischen den Töpfen steckt ein Sieb oder das Schälmesser. Der Herd schwimmt vom Nudelwasser und auf dem Schneideplatz sind noch die Reste der Petersilie, der Zwiebel oder was sonst noch geschnitten wurde. Beim Blick in den Kühlschrank entdeckt man die Speckwürfel, die jetzt eigentlich mit in dem Gericht hätten sein sollen.
Kurz vor dem Anrichten sucht man eine Schöpfkelle. Natürlich ist sie in der Spüle ganz unten. Jetzt kommt eins zum anderen. Der Drang, sauber zu machen ist sehr groß und die Suppe wird dann lauwarm serviert.
Oder man fängt direkt an zu kochen. Im Rezept steht, Knoblauch und Porree schälen und in einem Topf kurz anbraten. OK, wird gemacht. Beides ist im Topf und man liest im Rezept weiter. Den Salat putzen und klein schneiden und dann zu dem Knoblauch und Porree mit in den Topf.
Man putzt den Salat und schneidet ihn klein.
Oh weh, im Topf riecht es angebrannt, weil man in ihm nicht umgerührt hat.  Das war es dann mit der Suppe.

Dieses Szenario kann man mit Mis-en-Place vermeiden.
Lest Euch das Rezept zuerst durch. Nicht nur das Rezept ist wichtig, die ganze Küche sollte man als Mis-en-Place begreifen. Es erspart einem Stress.
Welche Töpfe oder Pfannen brauche ich? Welche Messer braucht man und sind sie scharf? Muss der Backofen vorgeheizt werden?
Alle Zutaten, die man zum Zubereiten des Rezeptes benötigt, werden vorbereitet. Man braucht viele kleine Zutaten, wie 2 TL Öl, 2 EL von dem Gewürz, etc.. Es summiert sich.
Mein Tipp:
Nehmt ein Muffinblech und befüllt es mit all den vielen kleinen Zutaten.

Putzt und schält all das Gemüse, was benötigt wird und stellt es in Schüsseln bereit, holt das Fleisch aus dem Kühlschrank und bringt es auf Zimmertemperatur.  

Wer sich Zeit nimmt für die Vorbereitung und Organisation, hat alles, was er benötigt, zur Hand, muss nicht suchen und kann sich zu 100% auf die Zubereitung konzentrieren. Die Gerichte werden mit den idealen Garzeiten zubereitet und nichts brennt mehr an, weil man noch schnell etwas waschen, schälen oder abwiegen muss.
Mit Mis-en-Place gelingen die aufwendigsten Rezepte ohne Stress, glaubt mir.

Bleibt neugierig

Euer Karsten

Karsten Stockhecker
Über Karsten 90 Artikel
Mein Name ist Karsten Stockhecker. Ich bin 1964 geboren. Durch mein Diabetes interessiere ich mich seit mehr als zehn Jahren schon dafür, was in welchem Lebensmittel steckt. Es ist ein interessantes und umfangreiches Thema. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge ein wenig Licht ins Dunkle bringen kann.

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