TIEFKÜHLKOST

Hallo meine lieben Genuss-Indianer*innen,

wichtig für den Erhalt unserer Gesundheit sind Vitamine und Mineralstoffe, die Mikronährstoffe. Die bekommen wir bei einer gesunden Ernährung. Diese wichtigen Baustoffe sind in Obst und Gemüse in sehr hohen Maßen enthalten. Das ist der Grund, warum man täglich Obst und Gemüse essen sollte.
Nun haben wir aber ein Problem. Durch die zu lange Lagerung, bedingt durch die Lieferung vom Hersteller zu den Verbrauchermärkten, die Verarbeitung und die Haltbarmachung, geht ein Großteil der Vitamine und Mineralien verloren.
Man kennt das Pasteurisieren, damit Lebensmittel länger haltbar bleiben. Dazu werden die Lebensmittel 15 bis 30 Sekunden bei 75 Grad Celsius erhitzt. Das macht sie keimfrei, jedoch auch mikronährstoffarm.

Eine bessere Art der Haltbarmachung ist das Schockgefrieren. Hierbei bleiben die Mikronährstoffe über eine längere Zeit erhalten. Es werden die Lebensmittel bei diesem Verfahren bei -40 Grad Celsius sehr schnell eingefroren. Es ist wichtig, dass es schnell geht. Bei einem langsamen Einfrieren entstehen größere Eiskristalle in den Zellen und den Zellzwischenräumen. Diese Eiskristalle können die Zellen beschädigen und der Geschmack oder die Konsistenz des eingefrorenen Lebensmittel verändert sich. Je schneller nun eingefroren wird, desto weniger und kleinere Eiskristalle werden gebildet. Die Zellen werden nicht zerstört und das Lebensmittel behält Geschmack und Konsistenz.
Eine Studie der Hamburgsr Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaft zeigte, dass tiefgekühlter Spinat nach drei Wochen in der Kühltruhe noch 68% Vitamin C hatte. Frischer Spinat, nach einer Woche im Kühlschrank gelagert, hatte nur noch 20%.

Vielen Menschen fehlt die Zeit und/oder die Lust, durch beruflichen oder privaten Stress bedingt, jeden Tag frisch einzukaufen. Viele legen sich einen Vorrat an Obst und Gemüse in Form von Tiefkühlware an. Ist das gesund? Was muss ich beim Lagern beachten? Wie taue ich die Produkte am Besten auf?

Das tiefgefrorene Gemüse stellt eine gesunde Alternative zu frischem Gemüse dar. Durch das schnelle Einfrieren bleiben die Vitamine und Mineralstoffe in den Lebensmitteln erhalten. Die Nährstoffgehalte sind gegenüber Gemüse aus Gläsern oder Dosen sehr viel höher. Manchmal hat TK-Gemüse oder TK-Obst sogar mehr Vitamine als frisches, das einige Tage bei Zimmertemperatur gelagert wurde und so Licht und Wärme ausgesetzt war. Bedingt durch das Licht und die Wärme sinkt der Nährstoffgehalt mit der Zeit bedeutend ab.
Damit TK-Ware nach dem Auftauen noch so wertvoll ist, gelten strenge Qualitätskriterien bei der Herstellung. Dazu gehört der einwandfreie Zustand der Ausgangsware, dass es zum richtigen Zeitpunkt geerntet wird und das schnelle Verarbeiten der Lebensmittel. Meist wird Gemüse vor dem Einfrieren blanchiert, um die Haltbarkeit zu verlängern.   

Damit man nach dem Auftauen die beste Qualität erhält, habe ich ein paar Tipps zum Auftauen:

1. Die Tiefkühlware im Kühlschrank auftauen, denn bei einer höheren Temperatur kann es verderben.

2. Sorgfältig darauf achten, dass beim Auftauen das Lebensmittel trocken bleibt und nicht mit der Auftauflüssigkeit in Berührung kommt.
Ganz wichtig ist dieser Punkt bei Geflügel. In dem Wasser können sich Salmonellen sammeln.

3. Verbrauche die aufgetauten Lebensmittel innerhalb von 24 Stunden.

4. Tiefgefrorenes Gemüse sollte nicht aufgetaut werden. Am besten sollte man es noch gefroren zubereiten, da es sonst beim Auftauen Nährstoffe verlieren kann. Um den Verlust so gering wie möglich zu halten, sollte das Gemüse nur kurz aber dafür heiß gegart werden.
Auch eingefrorene Pizzen, Kartoffelprodukte oder Brötchen sollten im gefrorenen Zustand zubereitet werden.

Kalt verzehrte Produkte, wie Kuchen, geräucherter Fisch oder Obst sollten jedoch vollständig aufgetaut werden.

Wiedereinfrieren von einmal aufgetauter TK-Ware ist laut dem Deutschen Tiefkühlinstitut mit Sitz in Berlin unter bestimmten Bedingungen möglich. Wichtig dabei ist, so schnell wie möglich wieder einfrieren. Vor dem Verzehr der wiedereingefrorenen Ware sollte sie jedoch gründlich erhitzt werden. Daher taut nur soviel an TK-Ware auf, die Ihr auch benötigt, meine lieben Genuss-Indianer*innen. 

Wer die Zeit, Lust und Liebe hat, kauft am Besten regional und saisonal, direkt beim Hersteller ein. Das Fleisch beim Metzger des Vertrauens um die Ecke, der am besten noch selber schlachtet. Das Gemüse und Obst beim Bauern, ebenso die Eier.
Wer jedoch nicht die Zeit und die Muse zum Einkaufen hat, für den ist TK-Ware die bessere Wahl.
Aufgepasst bei Fertiggerichten. Dort können Farb-, Aroma-, oder Konservierungsstoffe enthalten sein. Aber auch Geschmacksverstärker und Bindemittel. Lest daher auf der Verpackung die Zutatenliste. Nur wenige Anbieter von TK-Fertiggerichten verzichten auf solche Zusätze. Aber das ist ein wichtiges Thema, dem ich mich demnächst auseinandersetzen werde.

Bleibt neugierig.

Euer Karsten.


Über Karsten Stockhecker 29 Artikel
Mein Name ist Karsten Stockhecker. Ich bin 1964 geboren. Durch mein Diabetes interessiere ich mich seit mehr als zehn Jahren schon dafür, was in welchem Lebensmittel steckt. Es ist ein interessantes und umfangreiches Thema. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge ein wenig Licht ins Dunkle bringen kann.

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