Wenn man so will, hat die Pastinake Pech gehabt, dass die Kartoffel entdeckt wurde. Vor der Kartoffel kam sie sehr häufig auf den Tisch. Doch als die Kartoffel entdeckt wurde, kam die Pastinake aus der Mode.
Vor ein paar Jahren wurde sie, gerade von Sterneköchen, wieder entdeckt. Aus der würzigen Wurzel kann man deftige Eintöpfe oder feine Suppen herstellen.

Was ist eigentlich die Pastinake?

Für die Botaniker ist die Pastinake eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie. In ihrer wilden Form ist sie in ganz Europa bis nach Eurasien seit Jahrhunderten bekannt. Sie hat viele Namen, u.a. Germanenwurzel. Trotz diesem Namen ist sie in Frankreich, USA und Großbritannien viel bekannter als bei uns.
Die Pastinake gehört zu den typischen Herbst- und Wintergemüsen. Saison des Wurzelgemüses ist ab Oktober bis Mitte März.
Der Geschmack ist leicht süßlich, angenehm nusszig und würzig.

Ist die Pastinake gesund?

Ganz klare Antwort: ja.
Sie enthält viele Kohlenhydrate (Zucker, Stärke, Pektin) und machen lange satt. Die Kohlenhydrate sind wegen der längeren Kohlehydratketten sehr günstig für Diabetiker und Leute, die Diät machen, weil der Zuckerwert im Blut nur langsam steigt und wieder abnimmt.
Der würzige Geruch stammt von den ätherischen Ölen, die in der Pastinake stecken und sie daher leicht antibakteriell wirkt. Sie hat 18g pro 100g Vitamin C und deckt unseren täglichen Bedarf. Zudem sind in 100g Pastinake noch 58 Kalorien, 1,3g Eiweiß, 0,4g Fett, 12g Kohlehydrate und 2g Ballaststoffe enthalten.

Einkaufstipps

Man greift am Besten zu kleineren Pastinaken, denn sie sind besonders zart. Die großen Pastinaken werden beim Kochen schnell faserig und holzig.
Achtet auf eine unversehrte Schale. Eine matte, runzlige Haut deutet auf eine falsche Lagerung. Das hat Einbußen beim Geschmack und den Nährwerten zur Folge. An der Schale sollte am Besten gar keine Erde mehr sein, sonst könnten sich im Kühlschrank krankheitserregende Keime bilden und auch andere Lebensmittel befallen.
Das Grün einer Pastinake sollte schön saftig und frisch aussehen. Sind die Blätter gelblich und schlaff, lasst die Finger weg.

Am Besten die Pastinake im Gemüsefach des Kühlschrankes lagern, ungewaschen und ohne Verpackung. Legt ein leicht feuchtes, jedoch nicht nasses Tuch darüber, damit sie nicht austrocknet.
Will man die Pastinake einfrieren, putzt und wäscht man sie, schält sie wie eine Möhre und kappt die Enden. Je nach Wunsch kann man sie kleiner schneiden und in reichlich kochendem Salzwasser 1 – 2 Minuten blanchieren.
Danach in einem Sieb gut abtropfen lassen und in einen Gefrierbeutel füllen. Die Haltbarkeit der Pastinake beträgt so ca. ein Jahr.

Zubereitung der Pastinake

Die Pastinake ist ungemein vielseitig zuzubereiten. Alles, was mit der Kartoffel oder der Möhre machbar ist, kann man auch mit der Pastinake machen:
Püree, Suppen, Aufläufe, Gratins und Eintöpfe. Sogar Pommes kann man mit der Wurzel machen. Sie passt zu deftiger, herzhafter Hausmannskost genauso, wie in die feine Küche.
Sie ist mit Kartoffeln und Möhren sehr gut kombinierbar und man kann sie auch roh essen, geraspelt in einem herbstlichen Salat oder als Rohkost.

Also, meine lieben Genuss-Indianer, ran an die Pastinake.
In den nächsten Tagen werde ich Euch ein paar Rezepte mit der Pastinake zeigen.

Bleibt neugierig

Euer Karsten