Ernährungsformen

Hallo meine lieben Genuss-Indianer,

im Moment sieht es so aus, dass die Ernährung zur Religion wird. Und wie in den Religionen darf man dies, muss dafür aber auf das Verzichten.
Ich habe noch von meinen Eltern den Satz „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“ gehört. Heute macht man ein Wirbel um die Ernährung und ein Trend jagt den nächsten.

Was steckt dahinter?

Eine These von Wissenschaftlern ist, dass der Mensch Regeln braucht, denn strenge Regeln geben einem Halt. Deshalb versuchen auch Anhänger einer bestimmten Ernährungsreligion missionarisch alle anderen davon zu überzeugen, dass ihre Art der Ernährung die Beste ist. Die richtige Ernährung ist zu einem Lebensstil geworden.

Gehen wir mal den folgenden Fragen nach:
Welche Arten von Ernährungsformen gibt es eigentlich?
Was steht hinter dieser Ernährungsform und ist sie gesund?

Hier eine (nicht vollständige) Liste der Ernährungsformen:

• Vegetarisch
• Paleo
• Trennkost
• Rohkost
• Vollwert
• Low Carb

Vegetarisch

Die ganz strengen Vegetarier essen nicht nur kein Fleisch, sondern verzichten auch auf tierische Lebensmittel. Die nicht so strengen essen schon mal Fisch, Eier oder Milchprodukte. Noch strenger als die Vegetarier sind die Veganer. Die lehnen alle Produkte von Tieren ab, also auch Leder, Daunen oder Wolle.
Gegessen wird als Vegetarier und all die Untergruppen Gemüsegerichte, Nudeln, Salate, Obst, Nüsse und Getreide.
Nicht gegessen werden alle Lebensmittel, die auf tierischer Basis hergestellt werden. Strenge Vegetarier verzichten auch auf Nahrungsmittel, die Gelatine enthalten, denn Gelatine wird aus tierischem Eiweiß hergestellt. Dazu gehört Lakritz, klarer Apfelsaft oder sogar so mancher Wein.

Leben Vegetarier gesünder?

Einige Zeit lang sagte man, dass Vegetarier länger leben. Doch Studien haben gezeigt, dass diese Behauptung nicht stimmt. Sie leben gesünder, das ist richtig. Denn sie verzichten auf Lebensmittel, die evtl. das Risiko, Krebs zu bekommen, erhöhen. Damit meine ich z.B. Wurst.
Sie sind auch meist schlanker, da sie weniger Kalorien essen, aber Vegetarier essen zu wenig Eiweiß und zu viel pflanzliches, was vom Körper her nicht so gut verwertet wird. Um die für die Muskeln wichtigen Eiweißbausteine dem Körper zuzuführen, Leucin und Methionin, muss man Fleisch essen, da diese Bausteine nur in tierischen Lebensmitteln enthalten sind.
Es fehlt den Vegetariern, ganz speziell den Veganern, das Vitamin B12, dass man braucht, damit die roten Blutkörperchen gebildet werden. In pflanzlicher Kost ist kein Vitamin B12 enthalten. Daher ist es auch nicht ratsam, Kinder mit dieser Kost zu ernähren.

Paleo

Der Begriff Paleo ist die Kurzform von Palöolithikum. Das ist die Zeit der Altsteinzeit. Diese Ernährungsform nennt man daher auch die Steinzeiternährung.
Das Prinzip ist, es wird gegessen, was auch schon in der Steinzeit vorhanden war oder einfacher ausgedrückt: Es kommt nur auf den Teller, was man sammeln, pflücken oder fischen kann.
Die Idee dahinter ist, dass der Mensch, genetisch gesehen, immer noch ein Steinzeitmensch ist. Für den ein- oder anderen mag das nicht nur genetisch stimmen.

Auf dem Speiseplan stehen Gemüse, Obst, Nüsse und Samen, Fleisch und Fisch, Eier und gesunde Fette.
Verzichtet wird auf Lebensmittel, die erst nach der Einführung von Ackerbau und Viehzucht verfügbar waren und auf Lebensmittel, die einen hohen Anteil an schädlichen Antinährstoffen haben. Das wären dann Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker stark verarbeitete pflanzliche Fett und künstliche Zusatzstoffe.

Ist Paleo gesund?

Was bei dieser Ernährung fehlt, sind die Ballaststoffe aus Getreide. Es wird hauptsächlich gesättigte Fettsäuren gegessen, die nicht gut für das Herz sind. Experten empfehlen diese Art der Ernährung als Dauerernährung nicht.
Man verzichtet auf industriell hergestellte Lebensmittel, was man meiner Meinung nach sowieso tun sollte.

In der nächsten Woche geht es um die Trenn- und Rohkost.

Wenn Du, lieber Genuss-Indianer, Erfahrung mit den eben beschriebenen Ernährungsform hast, dann schreib uns einfach mal.

Bleibt neugierig

Euer Karsten

Über Karsten 69 Artikel
Mein Name ist Karsten Stockhecker. Ich bin 1964 geboren. Durch mein Diabetes interessiere ich mich seit mehr als zehn Jahren schon dafür, was in welchem Lebensmittel steckt. Es ist ein interessantes und umfangreiches Thema. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge ein wenig Licht ins Dunkle bringen kann.

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